Der Verein Treffpunkt am Weidengraben e.V.

Anfang der 70iger Jahre entsteht in Zeiten akuter Wohnungsnot in der Randlage Triers ein neues Wohngebiet. Auf den vormals landwirt­schaftlich genutzten Flächen entstehen hauptsächlich die damals als fortschrittlich geltenden bis zu neungeschossigen Hochhäuser, die überwiegend aus Mitteln des Sozialen Wohnungsbaus errichtet werden.

Die flächenmäßige Ausdehnung der Stadt führte im Laufe der Jahre dazu, dass die umliegenden Stadtgebiete den entstandenen Stadtteil "Am Weidengraben" mit ins Stadtbild einbeziehen. In unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet Am Weidengraben befinden sich die Uni­versität-Trier und das sich bis heute stark vergrößernde Wohngebiet "Tarforster Höhe". Auch der Sitz der Pfarrei wurde nach Fertigstellung der ersten Bauabschnitte um die Universität vom Stadtteil "Am Wei­dengraben" hin zum Wohngebiet "Im Treff' verlegt. Durch diese beiden Gebiete zieht sich die vielbefahrene Kohlenstrasse, die beide Stadt­teile nicht nur optisch von einander trennt.

Das Erscheinungsbild des Stadtteils bilden die Hochhäuser, die in südöstlicher Lage von Einfamilienhäusern im Halbkreis umgeben werden. Auffällig im Stadtteil sind auf der einen Seite die weitläu­figen, groß angelegten Parkplatz- und Garagenflächen, die früher von Kindern als Spielflächen mitgenutzt werden konnten, heute allerdings durch ein deutlich höheres PKW Aufkommen dauerhaft belegt sind. Auf der anderen Seite gibt es entsprechend einer im Frühjahr 2000 ausgewerteten im Auftrag der Stadt Trier erstellten Spielraumanalyse ausreichend ausgewiesene Spiel­flächen im Stadtteil für Kinder. Hierin werden die Parkplätze ebenso wie die Zuwegungen zu den Häusern und das Wegenetz im Stadtteil als Spielmöglichkeiten hervorgehoben, die sich zum Fahrradfahren und Inlinern gut eignen. Daneben werden die unzähligen Verbotsschilder bemängelt, die das Spielen auf den an die Wohn­häuser grenzenden Wiesenflächen untersagen.

Aufgrund der Hochhausbebauung leben nach wie vor im Verhältnis zur Grundfläche relativ viele Menschen im Stadttteil, hier befindet sich Triers größte Grundschule.

Ausgehend von einer Elterninitiative, die mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung stritt, im Wohnviertel ein Angebot für ihre Kinder zu schaffen, gründete sich der Verein Treffpunkt am Weidengraben e.V. Verschärft wurde die Situation zusätzlich, weil die Pfarrei ihre provisorischen Räume aufgab und in die neu gebauten Räumlichkeiten in der Nähe der Universität umzog.

Mehr oder weniger parallel gab es ein Forschungsprojekt an der Universität Trier zur Untersuchung der Lebenssituation älterer Menschen, das gemeinsam mit dem größten Wohnungsanbieter, der "gbt – Wohnungsbau-und Treuhand AG", im Stadtteil realisiert wurde. innerhalb dieses Forschungsprojektes wurden Wohnungen im Wohngebiet zur Arbeit mit den Seniorinnen des Stadtteils genutzt.

Nach längeren Verhandlungen des Vereins beschloss die Stadt, die leer stehende "Notkirche" für dessen Belange umzubauen. Es entstand das Bewohnerzentrum "Treffpunkt am Weidengraben", indem ein Hort mit 30 Plätzen, Räume für die Arbeit mit Senioren/innen und eine Stelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geschaffen wurde. Mit dem Bezug der Räumlichkeiten im Jahr 1993 nahm der Verein seine Arbeit als freier Träger der Jugendhilfe in Trier auf.

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